Resident Evil 3 Nemesis Drucken E-Mail
Geschrieben von: Thomas Parnia   
Mittwoch, 15. Oktober 2008 um 21:29

Das Grauen geht weiter. In der dritten Fortsetzung der Horrorsaga gibt es ein Wiedersehen mit Jill Valentine, der Heldin aus dem ersten Teil.

Nicht nur, dass sich die Umbrella Corporation nach einer Reihe verheerender Laborunfälle äußerst schwer tun dürfte, jemals auch nur eine lausige Aktie an den Mann zu bringen; der Chemiekonzern hat obendrein die gesamte Bevölkerung der nordamerikanischen Kleinstadt Racoon City in eine Horde blutrünstiger Zombies verwandelt.

Verursacht wurde die unheimliche Massenmutation durch den Ausbruch des so genannten T-Virus, das den einst so beschaulichen Ort mit grauenhafter Konsequenz heimgesucht hat.

 

Schieß-Pülverchen

Inmitten dieser chaotischen Zustände steuert der Spieler die junge Polizeibeamtin Jill Valentin durch die Monster verseuchten Straßen, wobei sich zwei Schwierigkeitsstufen zur Wahl stellen. Ungeübte Zombie-Jäger entscheiden sich für den einfachen Modus und starten mit einem imposanten Sturmgewehr samt Erste-Hilfe-Kasten, wohingegen sich Resident Evil-Veteranen traditionell mit einer 9mm-Pistole ins faulige Getümmel stürzen.

Wie nicht anders zu erwarten, steht auch diesmal wieder der Kampf im Vordergrund. Um sich die vergammelte Bagage vom Hals zu halten, finden sich mehrere Schießprügel im Inventar der Heldin. Etwaigen Engpässen in der Munitionsversorgung kann neuerdings mit diversen Pülverchen vorgebeugt werden, die je nach Beschaffenheit und Mixtur als Zusatz-Munition für die verschiedenen Waffen-Gattungen verwendet werden dürfen.

Ein Scheusal gibt nicht auf

Mit dieser Neuerung wird vor allem der Tatsache Rechnung getragen, dass es der Spieler im dritten Teil mit einer gleichermaßen hässlichen wie gefährlichen Kreatur zu tun bekommt. Die Rede ist von Nemesis, einer Art Stehaufmännchen im Großformat, das der zierlichen Jill fortwährend an den Kragen will.

Unabhängig davon, wie oft der Bursche im Verlauf des Spiels scheinbar tödlich getroffen zu Boden geht - der hühnenhafte und äußerst widerstandsfähige Nemesis ist immer wieder für eine (böse) Überraschung gut.

Im Gegensatz zu der vorgerenderten Hintergrundgrafik lassen sich sämtliche Individuen und beweglichen Gegenstände mit einer Auflösung von bis zu 1600x1200 Bildpunkten darstellen. Sollten sich dabei unansehnliche Grafikfehler auf dem Monitor abzeichnen, darf die integrierte Texturen-Korrektur zugeschaltet werden, die jedoch auf einigen Systemen kurioserweise genau das Gegenteil bewirkt.

Alles in allem hinterlässt die Grafik mit ihren üppig ausgestatteten und diffusen Schauplätzen aber einen positiven Eindruck, was zusammen mit den gelungenen Kameraperspektiven für das nötige Grusel-Flair sorgt.

 

Steckbrief
Sound13 von 15%82%
Grafik12 von 15%
Spielspaß13 von 15%
Bedienung8 von 10%
Preis/Leistung10 von 15%
Hardwareanforderung14 von 15%
Langzeitspielspaß12 von 15%

 

Das Grauen kehrt zurück

Obwohl sich im Vergleich zum Vorgänger so gut wie nichts verändert hat, gelingt es den Horror-Experten von Capcom ein weiters Mal, den Spieler mit spannungsgeladener Musik, düsteren Bildern, sinnigen Rätseln und gezielten Schockeffekten bei der Stange zu halten.

Damit die Zombies aber auch in Zukunft noch kraftvoll zubeißen können, bedarf es einer dringenden Reform, auf die sich jedoch vorerst wohl nur Besitzer einer Spielkonsole freuen dürfen.